La Floración del Tajinaste – The Blossom of the Tower of Jewels

Premiere Dienstag, 28. Juni um 19 Uhr MESZ auf YouTube:

Wenn man schon mal wochenlang auf den Kanarischen Inseln weilen darf während diese fantastischen Pflanzen blühen und der Sternenhimmel so klar ist wie kaum noch wo auf der Welt, dann „muss“ man als Zeitrafferfreak natürlich einen Film darüber machen. Als inhaltliches, wenn auch nicht qualitatives Highlight gibt es möglicherweise erstmals die komplette Wachstumsphase von der kleinen unscheinbaren Rosette bis hin zur über zwei Meter hohen Blüte in freier Natur zu sehen. Aufgenommen mit einer spezialisierten Langzeit-Zeitrafferkamera (siehe mein Review) über rund drei Monate.

Tajinasten

Im Spanischen ergänzt mit einem „Rojo“ oder „Rosado“ deutet es schon zwei unterschiedliche Ausführungen an. Einmal die Subspezies Echium wildpretii H.Pearson ex Hook.f. subsp. wildpretii – die soganannte Nominatform mit roten Blüten auf Teneriffa. Zum anderen die rosafarbene Subspezies Echium wildpretii subsp. trichosiphon (Svent.) Bramwell. Beide sind auf den jeweiligen Inseln endemisch, kommen also nur dort vor (einige wenige auf Gran Canaria). Nicht genug der Spezifik – sie besetzten dazu eine enge klimatische Nische und gedeihen nur in den Höhenlagen auf über 2.000 Meter. Im Teide Nationalpark auf Teneriffa – geprägt durch die karge, unwirkliche Vulkanlandschaft in der die NASA sogar einen ihrer Marsrover getestet hat. Tagsüber scheint unbarmherzig die Sonne am fast immer wolkenlosen Himmel und Nahcts wird es empfindlich kalt – Frost und Schnee kann es hier noch im März geben, wären sich die meisten Touristen keine Autostunde entfernt das sommerliche Strandleben genießen. Dazu gibt es kaum Niederschlag, dafür aber Mufflons („Wildschafe“) und Kaninchen. Auf beiden Inseln standen die einmaligen Pflanzen daher schon vor der Ausrottung. Auf Teneriffa werden sie im Besucherzentrum El Portillo und in Vilaflor gezüchtet und auch auf La Palma hat man ein Gebiet eingezäunt und so vor Tieren und Menschen geschützt. Ein anderes netterweise mit einem Pfad versehen, so dass man durch den „Tajinastenwald“ laufen kann.

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