Komet Neowise C/2020 F3

Eigentlich mag ich die Themen über die gerade eh alle reden und von denen es ohne Ende Bilder gibt nicht so wirklich aber dennoch mein Senf zum Thema Komet 😉
Es gibt massig Bilder in den sozialen Medien, die in eher bescheidener Qualität nur den Komet zeigen. Ehrlich und unverblümt: Das braucht kein Mensch finde ich.

Neowise in der Morgendämmerung neben dem „Flaggenturm“ in Bad Dürkheim

Individualität durch Vordergrund

Das Bild oben ist eine simple Einzelaufnahme ohne Stacking oder sontwas ausgefallenes mit knapp 50 mm Brennweite aufgenommen und bekommt sowohl durch den Turm als auch durch die Person im Bild einen lokalen und persönlichen Touch, der das Bild von daher „einmalig“ macht.
Ohne Vorder- und/oder Hintergrund ein „einmaliges“ Bild zu erstellen und sich von anderen abzuheben ist ungleich schwerer – gute Bedingungen, Stacking vieler Bilder und/oder Nachführung und am besten eine top Kamera bringt dann ein scharfes, detailreiches Bild des Kometen mit Ionenschweif mit dem man einen Woweffekt bei den Betrachter*innen erzielt. Aber das tausendste Bild nur des Kometen in der Qualität wie oben?

Nette Idee, schlechte Umsetzung – Fehler gehören dazu

Das Bild entstand in der ersten Nacht, in der bei mir keine Wolken am Himmel waren und ich war froh war ihn überhaupt auf dem Display zu sehen. Nette Idee aber natürlich haut das mit der Tiefenschärfe von gut 100 Meter bis unendlich bei 300 mm Brennweite und Offenblende (bzw. hier auf f4 abgeblendet) nicht wirklich hin. Sollte klar sein aber auf dem Display sah’s so toll aus – manche Dinge lerne ich offenbar nie. Ein ganz schönes Farbrauschen ist obendrein auch noch drin – nach dem Austausch der Haupplatine meiner A7r ist die Bildqualität inkl. Hotpixel deutlich schlechter 🙁

Mit 29 gestackten Bildern ist zumindest das Rauschen weg – um auch den Storch scharf zu bekommen hätte ich ein Composite erstellen müssen.
Die Michaelskapelle in Bad Dürkheim mit Komet Neowise

Gern genommenes Objekt weil bequem zu Fuß erreichbar trotz der schwierigen Belichtungssituation. Leider ist das schmucke Kapellchen mit einem unsinnig hellen gelben Strahler übermäßig in Szene gesetzt und obendrein hat’s noch Bodenscheinwerfer an die weiße Wand, die ich zeitlich nicht geschafft habe abzudecken. Mit Lichter in Lightroom auf -100 und mit selektiver Abdunklung des Vordergrund ging es einigermaßen harmonisch. Späte blaue Stunde – daher die Himmelsfarbe.

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