Shooting auf Teneriffa

Hab gerade das Vergnügen neben ein bisschen Arbeit und noch ein bisschen anderer Arbeit knapp vier Wochen mit Photoausrüstung auf Teneriffa verbringen zu können. Auch wenn sich das eine und andere Motiv aufgrund der Jahreszeit dem Kamarasensor entzieht, muss für den Timelapsefilm über die Kanareninsel danach alles Material zusammen sein.

Neben dem üblichem Kram ist sowohl bei der 5d als auch der 600d Matic Lantern installiert und zumindest die Intervallfunktion kam schon häufig zum Einsatz. Dem nett klingenden Bulbramping ziehe ich aber nach wie vor die manuelle Belichtung mit stufenweiser Anpassung und anschließendem Angleichen mittels LRTimelapse vor. Bestenfalls könnte ich mir vorstellen mit einer Probeaufnahme eine durchschnittliche Helligkeitsabnahme pro Zeiteinheit zu bestimmen (Auf Teneriffa gibt’s z.B. nur sehr kurze Dämmerungsphasen, entsprechend stark bzw. in kurzen Abständen muss angepasst werden) und die dann einzugeben – aber ob das einfacher ist? Mit dabei auch mein Slider in zwei 75cm-Teilen sowie das neue Spielzeug E-Motimo für pan & tilt und ohne drei Stative bringt das dann ja auch alles nichts. Ohne Notebook und externe Festplatte läuft inzwischen eh nix mehr (keine Woche rum und dank RAW-Format sind bereits 150GB auf der Festplatte) und so blieb trotz 45kg Gepäck irgendwie kaum was für Klamotten übrig – Hmmm.
Timelapse und Flugreisen sind zwei Dinge die günstig und einfach kaum zusammengehen Die Liste der Motive ist wie immer so lang, dass unmöglich alles „zu schaffen“ ist – wer ist auch schon immer bei richtigem Wetter am richtigen Platz und das eine und andere unverhoffte Motiv kommt ja auch noch immer dazu. Von einem Motiv gibt’s zumindest eine HDR-Spielerei, wenn die Wolken mal passen und/oder Mond+Sterne hoffentlich auch eine Zeitraffersequenz von dem Steinbogen bei Tajao:

Canadas und Nachtaufnahmen muss natürlich sein – diesmal ganz bequem am Parkplatz Montana Samara an der TF 38 mit mondbeschienenem Blick Richtung Pico Viejo und Teide – mit Milchstraße hat man bei dem Mondstand und der Jahreszeit allerdings leider wenig Erfolg. Ein Abend mit fast der gesamten Nacht gab’s in Sachen Leuchttürme – klassisch und klein als Zierde bei den Meerwasserschwimmbecken von Bajamar sowie modern und groß im benachbarten Punta del Hidalgo im Nordwesten der Insel: Ein Rettungsschwimmer (BTW: Nicht dass ich spanisch könnte aber wenn die Spanier dann kein englisch sprechen wird die Kommunikation über ausgefallene Fototechniken echt schwierig) zeigte mir dann auch gleich seine tollen Tajinastenaufnahmen vorm Sternenhimmel – er spart auf eine 5d Mark III und wir waren uns zumindest einig, dass das alles eigentlich viel zu teuer ist 😉 Der Versuch die Hauptstadt Santa Cruz ins rechte Timelapselicht zu rücken bringt mich noch zur Verzweiflung – nach Locationcheck mit ein paar Schnappschüssen (BTW krasser Park oberhalb von SC bei den Sendemasten – man weiß nur nich so genau ob noch oder schon geschlossen, irgendwie eine Mischung wohl) zwei Mal um 4 Uhr losgezogen um mit einsetzendem Regen (ja, das gibt’s auch auf Teneriffa – wenn auch an manchen Orten seit weit über einem Jahr nicht mehr) wieder einzupacken: Nett wäre in voller Länge das Farbenspiel der vom Mond weiß von oben und gelb-orange von der Stadt beleuchteten Wolken geworden – der E-Motimo war auf einen Schwenk nach links über die Stadt hinweg zum Sonnenaufgang programmiert … Auf dem Rückweg musste dann noch das Auditorium (oben sw-HDR-Variante) dran glauben bis ein Wachmann ankam und was von Copyright radebrechte – war ihm wohl nicht geheuer, dass ich für eine Walking-Timelapse meterweise um das „Raumschiff“ geschlichen bin und ein paar mehr Bilder als der übliche Touri gemacht habe. Waren dann „nur“ 235 um die Vorderfront rum – zum Eingang auf der Meerseite hin wird die maximal mögliche Distanz auch etwas knapp.

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