externe Intervallauslöser

Die „klassische“ Variante ist ein externer Auslöser mit Ursprung im mechanischem „Drahtauslöser“ – inzwischen erfolgt die Spiegel- und Verschlussauslösung der Kameras natürlich längst elektrisch und so sind auch die Auslöser elektrisch. Solche Auslöser werden von den Kameraherstellern direkt angeboten, aber auch günstiger und dennoch mit teilweise erweitertem Funktionsumfang von Fremdanbietern mit Anschluss für alle gängigen Hersteller/Modelle.


drahtgebundener Canon Fernauslöser mit Intervallfunktion

Modelle, die per Infrarot Signale übertragen, sind schon aufgrund der nötigen Sichtverbindung nicht zu empfehlen. Modelle mit Funkübertragung bieten eine große Flexibilität – berücksichtigt werden sollte allerdings der höhere Stromverbrauch im Taktgeber/Sender. Ideal möglicherweise ein Gerät, das sowohl „altmodisch“, aber sicher und stromsparend direkt per Kabel verbunden werden kann und alternativ auch per Funk.

Pixel TW-282

Das kann z.B. der von mir eingesetzte Pixel TW-282, der von www.enjoyyourcamera.com auf YouTube nett erläutert wird: Pluspunkte: Das kameraspezifische, mitgelieferte Kabel kann entweder mit dem Funkempfänger verbunden werden (der z.B. auf dem Blitzschuh untergebracht werden kann) oder alternativ direkt mit dem Handgerät/Sender und schon wird nicht mehr gefunkt, sondern stromsparend direkt über Kabel gesteuert. Ganz nettes Teil, die Beleuchtung lernt man bei Nachtaufnahmen zu schätzen auch wenn ich da eh immer mit Stirnlampe (incl. Rotfilter) unterwegs bin. Kein teures Knopfzellengemurks, zwei ganz simple Micro (AAA) Batterien/Akkus, wie ich sie auch in der Stirnlampe habe und im Falle eines Falles überall problemlos nachkaufbar sind. Der Preis: Rund 70€ – für den Canon TC-80 N3 („der fortschrittlichste Fernauslöser für EOS-Kameras„) zahlt man fast das Doppelte für weitgehend identische Funktionen incl. der unten angeführten Kritikpunkte des Pixel – allerdings bei Canon ohne Funkmöglichkeit, dafür mit Knopfzelle (die allerdings satte 3 Jahre halten soll) Minuspunkte: Die Anzahl der Aufnahmen ist nur bis 99 einstellbar, braucht man mehr geht das Ganze auch ohne Begrenzung mit Einstellung auf „–„, ein automatisches Ende nach mehr als 99 Aufnahmen ist so aber halt nicht machbar. Was er auch nicht kann, ist eine bestimmte Aufnahmesequenz mit dazwischenliegender Pause zu wiederholen, also z.B. tagsüber für 10 Stunden alle 10 Minuten ein Bild aufnehmen, 14 Stunden Pause, dann wieder 10 Stunden Bilder aufnehmen usw. – kein echter Minuspunkt wenn man die Funktion nicht benötigt. TW-282 mit Funkoption bei Amazon für Canon N3 (höherwertige EOS-Modelle), 2,5mm Klinkenstecker (z.B. Canon 300/400/500/600/1000, einige Modelle von Pentax, Samsung & Contax), Nikon DC2 (D90, D5000, D5100, D3100, D7000), Nikon DC0 (u.a. D1, D2, D3, D700, D300). Mit der Bezeichnung TC-252 ist das Gerät auch ohne Funk für rund 40€ erhältlich.
Interessant ein Kickstarterprojekt, das inzwischen unter www.timelapseplus.com erreichbar ist – Bericht dazu folgt sobald das Gerät eingetroffen und getestet ist 🙂

Batteriegriffe mit integrierter Intervallfunktion

Stromversorgung ist bei längeren Timelapsesequenzen eh ein Thema – mehr als 500 Bilder machen die wenigsten Kameras mit einer Akkuladung, bei niedrigen Temperaturen und/oder langen Belichtungszeiten gehen die Zahlen deutlich nach unten. Die erste Möglichkeit hier entgegenzuwirken ist die Verdopplung der Laufzeit durch einen unter der Kamera anzubringenden Griff der nicht nur Hochkantaufnahmen mit separatem Auslöser einfacher macht, sondern auch idR. zwei Akkus wie in der Kamera normalerweise verwendet enthält. Nun, genug der Einleitung – die gibt es von Drittanbietern auch mit Intervallgeber und somit lassen sich die viel zitierten beiden Fliegen mit der einen Klappe schlagen!
Meike_Batteriegriff
Zu dem oben abgebildetem, günstigem Griff, den ich für die 600d im Einsatz habe, gibt es einen ausführlichen Testbericht – das Gerät gibt es auch für andere Kameramodelle.

Ein Kommentar zu externe Intervallauslöser

  1. Fotogravieh sagt:

    Hallo Uli,

    tut mir leid, dass ich schon wieder etwas „dazwischenfunken“ muss ;-).
    Wie ja schon im anderen Artikel besprochen, entfällt für mich der Batteriegriff, da er augenscheinlich keine kurzen Intervalle bei Langzeitbelichtungen erlaubt.
    Du hattest aber dafür den Pixel-Timer erwähnt, der das wohl kann.

    Da habe ich mir nun das Video angeschaut, was hier eingebunden ist. Die Funktion ist ja ab ca. Minute 6:55 zu sehen. Aber allein vom Hinhören scheint diese doch auch nicht richtig zu funktionieren, oder?
    Eingestellt ist ja, dass die Sequenz nach 5 Sekunden starten soll (funktioniert).
    Dann soll jede Aufnahme 1 Sekunde dauern und dazwischen jeweils 5 Sekunden liegen, für 5 Aufnahmen.
    Ich kenne die Nikon-Geräusche nicht, aber es klingt doch verdächtig danach, dass jedes Bild 5 Sekunden lang belichtet wird. Zumal, wenn immer die 5 Sekunden herunterzählen, jedes Mal ein anderes Geräusch zu hören ist (einmal Verschluss auf, einmal Verschluss zu?).
    Insgesamt klingt es auch nicht danach, das wirklich 5 Aufnahmen gemacht wurden, schon gar nicht für 1 Sekunde.

    Wie sind so Deine Erfahrungen damit? Vielen Dank.

    Ehrlich gesagt bin ich sehr verwirrt und am Ende bleibt wohl nur noch MagicLantern übrig :-D.

    Viele Grüße

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